Kiten im Herbst und Winter

Kiten im Herbst und Winter

Das Wetter ist prächtig. Die Sonne scheint, der Wind ist günstig, Lust kommt auf. Nur die Temperaturen lassen etwas zu wünschen übrig. Und trotzdem zieht uns die Leidenschaft hinaus aufs Wasser. Kitesurfen im Herbst und Winter kann richtig Spaß machen, wenn man ein paar simple Tipps befolgt und die Gefahren nicht unterschätzt.

Gefahr No. 1: Durch das Eintauchen ins kalte Wasser wird der Körper gereizt. Die Folge ist Schnappatmung, wie Du sie sicher kennst, wenn Du in kaltem Wasser baden gehst.
Dann setzt ein nicht zu kontrollierendes Hyperventilieren und es kann zum Einatmen von Wasser kommen. Damit wächst die Gefahr des Ertrinkens.

Gefahr No. 2: Kraftlosigkeit – kaltes Wasser macht den Körper durch die fehlende Wärme kraftlos und beeinträchtigt die Nervenleitung. Darum sind auch gute Schwimmer in Ufernähe schon in Lebensgefahr geraten.

Gefahr No. 3: Unterkühlung – wenn die Körpertemperatur sinkt, droht Bewusstlosigkeit, weil nur noch die wichtigsten Organe durchblutet werden.

Gefahr No. 4: Afterdrop – der Zusammenbruch nach der Rettung. Vermischt sich das warme Blut des Rumpfes nach der Rettung mit dem kalten Blut aus Armen und Beinen droht die Körperkerntemperatur gefährlich zu sinken. Aus diesem Grund den geretteten Personen nie die Beine hochlegen, Alkohol geben oder in ein heißes Bad legen.

Wer diese Gefahren kennt und vorbeugt, kann auch bei kalten Temperatur viel Spaß auf dem Wasser haben. Wir haben hier noch ein paar Tipps für Euch:

  1. Kiten im Winter ist nichts für Anfänger
  2. nie allein aufs Wasser gehen
  3. nicht bei ablandigem Wind
  4. nicht in tiefen Gewässern
  5. bei ersten Erschöpfungssymptomen sofort das Wasser verlassen
  6. bestes Equipment für das Kiten im kalten Wasser:
    1. guten Neopren (am Rumpf ruhig 5mm, Arme und Beine 3-4 mm, weich und direkt auf der Haut liegend)
    2. eventuell Lycra-Unterwäsche mit Neopren oder Titanium
    3. extra dicke Winterboots
    4. Handschuhe – sind gewöhnungsbedürftig, helfen aber sehr
    5. Neopren-Haube für den Kopf – sieht zwar doof auf, ist aber Pflicht

Wenn Ihr das alles beachtet, gehts los. Wir wünschen Euch viel Spaß.

Quelle: www.boot.de

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